In den Ausläufern des Westlausitzer Berglandes am Rande der sächsischen Schweiz, unweit der Landeshauptstadt Dresden, liegt die Kleinstadt Stolpen. Sie erhebt sich weithin sichtbar aus einer schönen landschaftlichen Gegend. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand das Städtchen am Nordhang des Burgberges. In diesem Bereich befindet sich der heutige Stadtkern, geprägt von Bürgerhäusern des 18. und 19. Jahrhunderts.
Die mittelalterliche Burganlage auf Basaltfelsen zieht jährlich über 150.000 Besucher an. |
Mit einer Steigung von 10 Metern ist das Aussehen des Marktes für Ostsachsen einmalig. 1996 wurde die Nachbildung einer Postmeilensäule von 1732 aufgestellt. Neben dem tiefsten in Basalt getriebenen Brunnen der Welt erhält man auf der Burg einen Einblick in das Schicksal der Gräfin Cosel, der berühmtesten Mätresse Augusts des Starken, die 49 Jahre hierher verbannt war. Reste der Stadtmauer und der Bogen eines Stadttores aus dem 18. Jahrhundert, der die Dresdner Straße überspannt, sind Zeugen vergangener Zeiten. Die verwinkelten engen Gassen, die diese Stadt durchziehen, bieten ein Flair alter Romantik.
Zahlreiche Gaststätten und Cafes laden zum Verweilen in der alten Bischofs- und kursächsischen Garnisonsstadt ein. Im Stadtmuseum am Markt wird die geschichtliche Entwicklung der Stadt dargestellt. Zudem sind regelmäßige Sonderaustellungen zu sehen. |